Törnvorschlag Saronischer Golf

Wir starten unseren Törn ab der Yachtcharter Basis in Lavrion in der Nähe von Athen.

Tag 1: Lavrion – KeaIn der Yachtcharter Basis von Lavrion sind folgende Besonderheiten zu beachten:

1) Lavrion ist nicht nur ein Hafen mit Charterbetrieb sondern auch mit starkem Fähr- und Handelsverkehr. Im Hafenbereich herrscht rund um die Uhr Betrieb, der auf Grund des Fährver-
kehrs an Wochentagen von circa 04:00 bis 08:00 Uhr und 16:00 bis 20:00 Uhr stark ist.

2) Der Yachthfen liegt im Randbereich des Meltemi, der hier durch die Düsenwirkung der vorgelagerten Insel Makronisos noch verstärkt werden kann.

3) Bei länger anhaltenden Starkwinden aus südlichen Richtungen, vor allem im Herbst und Winter, steigt durch den Winddruck der Wasserstand im Hafenbecken bis teilweise über die Molenkante, was schon einige Schäden an Booten zur Folge gehabt hat.
Im gesamten für den Sportboot- und Yachtcharter- Betrieb offenen Hafenbereich liegen Moorings aus. Das Ankern im Yachthafen ist verboten.
Bei starkem Meltemi kann die Ansteuerung des Hafens spannend werden. Durch die erwähnte Düsenwirkung im Stenon Makronisou entsteht eine sehr ruppige und kurze See, die im Saronischen Golf bis etwa zur Insel Agios Georgios durch Reflexionen ausgeprägte Kreuzseen aufwerfen kann. Bei diesen Bedingungen sollte man aus SW, etwa von Hydra kommend Ag. Georgios südl. passieren und das S-Kap von Kea anliegen, um von dort möglichst hart um das S-Kap von Makronisos herum von Süden in den Stenon Makronisou einzulaufen, bzw. möglichst von Norden in den Stenon Makronisou einlaufen.

Im Süden des Ormos Agios Nikolaou gelegen, hier landen alle für diese Insel bestimmten Fähren und Frachter an. Hinter Wellenbrecher und dem Fährkai kann man bei vorhandenem Platz vor Buganker und mit Heckleinen anlegen. Die Wassertiefen entlang der Pier sind jedoch sehr unregelmäßig. Beachten Sie daher unbedingt den Tiefgang Ihrer Charteryacht!
Gegen Süden hin nehmen sie schnell ab.
Bei Meltemi liegt man hier mit seiner gecharterten Yacht aufgrund der langen Windwirkstrecke sehr unruhig, bei südlichen bis westlichen Winden ist dieser Platz jedoch eine der besten Empfehlungen dieser Insel.

Gleich an der Pier gibt es eine Reihe von Tavernen und Bars in denen Sie Ihren ersten Chartertag beginnen oder Ihren letzten Chartertag ausklingen lassen können. Die Einkaufsmöglichkeiten sind gut, man hat die Wahl zwischen mehreren Supermärkten. Bei einem Yachtcharter in der Base von Lavrion bieten einige Supermärkte einen Bringservice zur Ihrer Charteryacht an.

Empfehlenswert ist eine Wanderung hoch in die Berge. Südlich der am Hang stehenden Kirche kommt man auf die Felder und kann von dort aus an die Westseite der Insel gelangen. Von dort aus hat man eine hervorragende Aussicht.

Aktuelles Wetter in Lavrion

Tag 2: Kea – Kythnos

Je nach Meltemisituation findet man in dieser Einbuchtung zwei malerische Ankerplätze. Von Westen kommend backbord eine Bucht mit einem Steinstrand mit heißer Quelle welche sich bei einem Yachtcharter ab Lavrion anzusehen empfiehlt. Am östlichen Ende des Strandes ist eine Art „Jacuzzi“ gebaut worden.
Vorsicht bei Fallwinden. Am Ende der Bucht ist eine Sandbank, dahinter ist die Bucht die über Süd angesteuert werden kann. Bei viel Wind und Fallboen ankert man mit gesamter Kette im hinteren Teil der Bucht auf 8-10 m. Dort packt dann der Anker besser und schwojt weniger. Oberhalb der Sandbank befindet sich eine Taverne in der Sie Ihren ersten Törntag ausklingen lassen können.

Tag 3: Kythnos – Hydra

Der Limin Hydra liegt mitten im Ort Hydra in einem schüsselartigen Becken, das durch die umliegenden Höhenzüge gebildet wird. Der Hafen hat dadurch eine eigenartig „dichte“ Atmosphäre, was ihn zu einem der bemerkenswertesten Häfen Griechenlands macht. Hier ist ausser im Winter das ganze Jahr über reger Verkehr, auch auf Grund des Naherholungstourismus aus Athen.

Abgesehen von Feuerwehr und Müllabfuhr gibt es auf Hydra keine Autos. Daher wird der gesamte Warenverkehr auf der Insel per Esel und Maultier abgewickelt.

Im Hafen herrscht reger Fährverkehr. Man kann entweder an der Innenseite der langen Mole, oder am östlichen Teil des Südkais vor Buganker mit dem Heck zur Pier festmachen. Die Wassertiefe beträgt in diesen Bereichen 2,5 bis 4 m. Dabei sind folgende Bereiche freizuhalten:

– der gesamte Ostkai ist für Fähren reserviert;

– die östlichen 30 m am Südkai sind für Taxiboote reserviert und gelb markiert;

– der gesamte Bereich vom LP des Frachters „Georgia“ bis zur Höhe des Endes der Innenmole an der Innenseite der Aussenmole ist für Fracht und Fischerboote reserviert, das ist allerdings nirgends gekennzeichnet.

Die Platzverhältnisse sind insgesamt äußerst beengt, selbst weit ausserhalb der Saison sind Plätze nach 16:00 Uhr reine Glückssache. Im Sommer liegen die Boote im Päckchen, oft in 3 Reihen, dabei ist Ankersalat vorprogrammiert, hier hilft ein an seinem roten Ruderboot leicht erkennbarer Einheimischer mit weißem Rauschebart und – besonders wichtig – einem Ankerhaken.

Die Hafenpolizei hebt die Hafengebühren ein, der Besuch des Beamten beim Boot ist eine gute Gelegenheit, sich die Korrektheit des Liegeplatzes bestätigen zu lassen, sonst kann man hier leicht Überraschungen erleben.

Freies Ankern im Hafenbecken ist auf Grund der beengten Platzverhältnisse nicht möglich, vor der Mole beträgt die Wassertiefe mehr als 20 m.

An Versorgungsmöglichkeiten gibt es rund um das Hafenbecken einige Tavernen und Cafes, mehrere Supermärkte, einen Bäcker in der SW-Ecke, mehrere Bars. Treibstoff gibt es nicht, Wasser nur in kleinen Mengen und ausserhalb der Saison.

Ermioni als Ausweichhafen für Hydra:
Ermioni ist ein kleines Dorf an der Ostküste der Peleoponnes. Etwas abseits der geschäftigeren Inseln findet man hier ein wenig Ruhe,da auch touristisch wenig erschlossen wurde.
Der Ort ist auf eine Landzunge gebaut, so dass die Bebauung recht einfach zu erkennen ist. Die Spitze der Landzunge ist bewaldet. Nachts orientiert man sich am schwach leuchtenden Feuer auf Ak. Kastri. Danach ist die Hafeneinfahrt mit F.R.2M und Fl.G.2s3M befeuert. Vorsicht ist geboten, da das starke grüne Licht von Apothekenschildern als grünes Festhafenfeuer fehlinterpretiert werden kann und das Blinklicht deutlich schwächer ist.
Man legt mit Buganker an der Außenmole an, die ausreichend Wassertiefe bietet. Der Kopf der Mole wird von großen Fischereifahrzeugen be-
nutzt und sollte frei bleiben. Alternativ kann man in der nördlichen Bucht auf 3-5 m Wassertiefe und gut haltendem Grund ankern.

Toiletten und Duschen sind keine vorhanden. Wasser gibt es am Kai und für Treibstoff muss ein Tankwagen bestellt werden. Restaurants finden sich entlang Kaimauer. Ein Supermarkt ist direkt an der Kaimauer ein größerer Supermarkt ist der Hafenstraße folgend im Nordwesten unweit der Hafenbehörde.

Tag 4: Hydra – Aigina

Quirliger Haupthafen der Insel, der neben Fischern und Sportbooten von zahlreichen Fähren, Kreuzfahrern und Frachtern frequentiert wird.
Reger Fußgängerverkehr an der Pier der Gastlieger wenn Fähren angelegt haben und lebhafter Straßenverkehr, insbesondere von Mopeds, bis lange in den Abend.

Er bietet sehr guten Schutz, wenn auch im Hafenbecken ein schon draussen kräftiger Wind kaum nachlässt. Oft ist es nicht einfach noch ein freies Plätzchen zu ergattern. Die seit einigen Jahren fertiggestellte Erweiterung für Sport- und Fischerboote war ebenfalls umgehend belegt.

Im Innenhafen liegen Gäste vor Buganker auf bei genügend Kette gut haltendem Sandgrund. Im neuen Hafen außerhalb vor Mooring wenn ein Eignerplatz frei ist, allerdings steht an der Einfahrt deutlich, dass ein Permit erforderlich ist.

Es gibt zwar einen WC Container in einem kleinen Gründstück, jedoch ist der Griff entfernt und das WC verschlossen. Duschen sind ebenfalls nicht zu finden.

Liegeplatzgebühr für 12m Yacht (2014) 2,40€, Strom mit Chip (30 € Pfand) scheinbar pauschal 5 €. Diesel, Wasser und Eislieferwagen unregelmäßig an der Pier.

Im Ort gibt es alle nur erdenklichen Versorgungs- und Restaurationsmöglichkeiten. So findet man beispielsweise nördlich des Fähranlegers in Richtung des alten verfallenen Hafenbeckens gute Fisch-Tavernen, die nicht nur in der Hauptsaison geöffnet haben (bis auf Ruhetage). Wir wurden jedenfalls in den beiden namens Kabourina und Flisvos bestens versorgt. Aber auch in der zweiten Reihe nach der Hafenpromenade naheganz nahe am Fischmarkt wird man gut versorgt.

Aktuelles Wetter auf Aigina

Tag 5: Aigina – Poros

Der Ort Poros liegt auf einer Halbinsel im Süden der Insel Poros, die von der Insel selbst durch einen seichten Kanal getrennt ist. Hier an der Wurzel der Halbinsel liegt auch die Marinebasis. Der Hafen zieht sich entlang der West- und Südwestseite der Halbinsel bis knapp vor das Leuchtfeuer beim Ak. Stavros, das die östliche Einfahrt in den Steno Porou (Kanal) markiert.

Liegemöglichkeiten
Hier kann man im Kanal an der Süd-Seite der Halbinsel am eigentlichen Fischerkai vor Buganker auf 3 bis 6 m Wassertiefe liegen, hier ist der Grund teilweise unrein und der Anker kann unklar kommen. Oder im Limin Porou an der West-Seite der Halbinsel an der Pier vor Buganker am eigentlichen Yachtkai auf 4 bis 6 m Wassertiefe liegen. Hier fällt der Grund steil ab, deswegen ausreichend Kette stecken, man kann den Anker bereits auf Wassertiefen von circa 15 Metern fallen lassen. Von einem längsseits gehen ist dringend abzuraten, da die einfahrenden Fähren einen extremen Schwell verursachen, der das Boot selbst bei guter Absicherung beschädigen kann. Oder im Kanal vor dem Ort Galatas ankern, dabei das Fahrwasser im Kanal (6 bis 10 m) gut freihalten und auf Untiefen achten, hier laufen immer wieder Yachten auf. Im Limin Porou gibt es westlich vom Militärsperrgebiet einen neuen Schwimmsteg mit vielen guten Plätzen. Man liegt dort viel ruhiger als direkt an der Straße, hat aber keine Versorgung mit Wasser und Strom.

Es ist eine Liegeplatz Gebühr zu entrichten. Diese lag im Oktober 2013 für eine 15m Yacht bei um die 3 Euro. Die Anmeldung erfolgt im Hafenbüro ein einem tristen Gebäude (auf der Karte eingezeichnet).

Im Kanal herrscht – auch durch die Fähren – immer einiger Verkehr. Man sollte daher möglichst nahe beim Kai bleiben, dabei aber natürlich auf Gegenverkehr und die Ankerketten der Anlieger achten. Durch den Verkehr kann es auch kabbelig werden, der Anker hält im Allgemeinen gut, trotzdem auf guten Halt des Ankers achten. An der westlichen „Yachtpier“ empfiehlt es sich, den recht nah vorbeifahrenden Autofähren von Galatas erst Platz zu lassen, da die eigenen Ankermanöver wegen der Wassertiefen und der immer wieder vorkommenden Ankerunklarheiten oftmals deutlich länger als gedacht dauern.

Versorgung
Wasser und Strom sind direkt am Pier erhältlich (jedoch nicht am neuen Schwimmsteg). Der Hafenmeister ist zwischen 9:00 – 15:00 und 17:00 -23:00 Uhr unter +306972920404 erreichbar und schließt die Stromkästen auf, wenn ihm die auf den Beton gepinselten Liegeplatznummer gesagt wird. Diesel liefert ein Tankwagen. Lebensmittel sind in Supermärkten, Bäckereien etc. im Ort erhältlich, direkt am Hafen befindet sich auch eine Fischhalle. Tavernen, Cafes, Bars und Restaurants in jeder Preislage sind reichlich vorhanden, ebenso wie Nachtclubs und Discos.

Tag 6: Poros – Sounion

Das Kap Sounion ist der südlichste Zipfel der Attikaküste. Auf ihm ragen weithin sichtbar die Reste eines Tempels, dem Meeresgott Poseidon gewidmet. Gleich westlich davon befindet sich diese Einbuchtung, die gerne von Sportbooten aufgesucht wird. Unter anderem stellt sie einen guten Startpunkt für den Sprung in die Kykladen oder nach Norden in Richtung Euböa dar.

Man ankert in einer der Einbuchtungen auf beliebiger Tiefe. Der Ankergrund hält leider nicht sehr gut, er besteht aus Sand über Felsplatten, teilweise mit Seegrasfeldern bewachsen. Über die Berge fegen bei Meltemi mit wechselnden Richtungen kräftige Fallböen, in der Bucht kann Schwell auftreten. Es empfiehlt sich auf guten Halt des/der Anker zu achten, bei unruhiger Wetterlage kann eine Ankerwache durchaus angebracht sein. Gerade hier hat es sich bereits mehrfach empfohlen, den Anker mit einer Tripleine zu versehen, falls er sich unter Steinplatten verhakt.

Am Strand befinden sich einige Tavernen. Von hier aus kommt man auch über einen Fußweg zu dem sehenswerten Tempel.

Sollte die Bucht angelaufen werden, dann empfiehlt sich eine frühe Anreisezeit. Bereits ab der Mittagsstunde wird die Bucht so zugeparkt, dass man kaum mehr einen sicheren Ankerplatz mit genügend Sicherheitsabstand finden kann.

Tag 7: Sounion – Lavrion